Arbeitsgemeinschaft Elternbeiräte an Gymnasien im Regierungsbezirk Stuttgart

AKTUELLES

Rundschreiben an alle ARGE-Mitglieder zur Erhebung zum Unterrichtsausfall

Die ersten Ergebnisse sind da, zu einer "Vollerhebung" fehlt allerdings noch einiges. Der Vorstand der ARGE Stuttgart hat in einem Rundschreiben, alle Mitglieder aufgefordert, ihre Schulleitungen zu bitten, an der Erhebung zum Unterrichtsausfall in den ersten neun Wochen dieses Schuljahres teilzunehmen. Die Erhebung wurde im April vor den Pfingstferien sowohl vom Regierungspräsidium als auch vom Kultusministerium genehmigt. Nun komme es auf die Mitglieder der ARGE Stuttgart an, darfür zu sorgen, dass es zu einem repräsentativen Ergebnis der Erhebung über neun Wochen komme.

Es ist das erste Mal, dass die Unterrichtssituation an den Gymnasien über einen längeren Zeitraum erfasst wird. Die Erhebung ist Folge der Darstellung von Politikern und Lehrerverbandsmitgliedern, wonach es keine belastbaren Zahlen für den tatsächlich stattfindenden Unterricht an den Gymnasien gäbe. In der Tat wurde vom Kultusministerium bisher stichprobenartig eine Woche im November der Unterricht an allen Schulen im Land festgehalten und dann auf das ganze Jahr und die Unterrichtsversorgung an sich die Schlussfolgerung gezogen. Dies hatte für die Gymynasien zur Folge, dass dort ein Unterrichtsausfall im ganzen Land von lediglich 5,4 Prozent festgehalten wurde. Die ARGE zog diese Zahlen in Zweifel und stützte sich dabei auf die Feststellungen vieler Eltern, die von der häufig gehörten Aussage der Behörden, es falle kein geplanter Unterricht aus, nicht überzeugt waren. Anders wäre kaum zu erklären, warum die Kinder so häufig zuhause seien und ebenso oft Vertretungsunterricht stattfinde. 

Die ARGE Stuttgart wollte es und will es genau wissen und hat allen Schulleitungen im Regierungsbezirk einen Erhebungsbogen zugeschickt, in den sie den tatsächlichen Unterrichtsausfall eintragen konnten und können. Formal bezieht sich die ARGE auf das Recht der Elternvertreter nach dem Schulgesetz, Einsicht in die Unterrichtsbilanzen nehmen zu können. Dieses Recht wurde durch die Genehmigung des Regierungspräsidiums und des Kultusministeriums im April auch bestätigt. Nun warten die Mitglieder der ARGE auf die Ausführung, will heißen die Umsetzung der Genehmigung. Zahlreiche Schulen haben bereits zurückgemeldet, nun, nach den Pfingstferien wird auf die anderen Schulen gewartet.

Das Rundschreiben des ARGE-Vorstands im Wortlaut.